Meridiane im Körper

Beriberi

Beriberi oder auch Beri-Beri, deutsch auch Schafsgang, als japanisches Lehnwort Kakke, ist die Bezeichnung für verschiedene Krankheitsbilder (insbesondere Nervenentzündungen, Ödeme und Herzerweiterung), die auf einen Mangel an Thiamin (Vitamin B1) zurückgeführt werden.

Thiamin ist ein Vitamin, das im Körper unter anderem für die Umwandlung von Kohlenhydraten in Energie notwendig ist. Von einem Thiaminmangel oder einer Vitamin-B1-Avitaminose sind vor allem Zellen und Organe mit hohem Glukosestoffwechsel betroffen, beispielsweise Muskelzellen (auch Herzmuskelzellen) und Nervenzellen. Ein Mangel kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Diese klingen aber bei rechtzeitiger Behandlung (Zufuhr von Thiamin) in der Regel schnell ab.

Beriberi tritt gehäuft in Regionen mit unzureichenden Ernährungsbedingungen auf. Vor allem in Asien war die Krankheit mit einer auf geschälten Reis und Sojaprodukte verengten Mangelernährung verbunden. Sie trat dort nach 1870 mit der steigenden Verfügbarkeit von geschältem Reis massenhaft auf und wurde zu einem grenzüberschreitend wichtigen politischen und humanitären Problem. Verschiedene Deutungsmuster als Mangelerscheinung oder Nahrungsmittelvergiftung waren lange umstritten.

Der niederländische Arzt Christiaan Eijkman entdeckte das Thiamin und brachte es mit Beriberi in Zusammenhang, was ihm 1929 den Nobelpreis eintrug.

In reicheren Regionen ist die Alkoholkrankheit der größte Risikofaktor für einen Thiaminmangel. Daneben gibt es weitere krankheitsbegünstigende Faktoren. Ob auch Schimmelpilzgifte ursächlich für bestimmte Formen von Beriberi sind, ist nicht eindeutig geklärt. Möglicherweise behindern sie die Aufnahme von Thiamin aus der Nahrung.

Mögliche Ursachen sind eine länger andauernde Mangelernährung, eine mangelhafte Aufnahme des Vitamins aus der Nahrung oder ein erhöhter Bedarf des Körpers.

Beriberi erscheint in verschiedenen, sich teilweise überschneidenden Formen mit unterschiedlichen Symptomen:

  • Bei der so genannten trockenen Beriberiist vor allem das Nervensystem Symptome können sein: Schmerzen, Missempfindungen an Händen und Füßen, Muskelschwäche bis hin zu Muskelabbau, Gehstörungen, Sprachstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Leistungsschwäche, Kopfschmerzen, Erbrechen, Apathie und Bewusstseinsstörungen.

 

     

    • Bei der feuchten Beriberioder „nassen“ Form sind vorrangig Herz und Kreislauf betroffen. Die Herzinsuffizienz (Herzleistungsschwäche) führt zu Pulsbeschleunigung, Ödemen (Wasseransammlungen im Gewebe) und Atembeschwerden.
    • Eine schwere Form der feuchten Beriber ist die Shoshin-Beriberi, auch akute perniziöse Beriberioder fulminante kardiale Beriberi oder kurz akute Beriberi genannt, die unbehandelt in kurzer Zeit zu akutem Herzversagen (durch Rechtsherzinsuffizienz) und damit zum Tod führt.
    • Die Wernicke-Enzephalopathieist eine Erscheinungsform, die das Gehirn betrifft. Auch nach erfolgreicher Erstbehandlung kann dabei ein Wernicke-Korsakoff-Syndrom zurückbleiben.
    • Infantile Beriberioder Säuglings-Beriberi tritt bei Kindern auf, deren stillende Mütter einen Thiaminmangel haben. Die Symptome zeigen sich in Trinkschwäche, Erbrechen, Apathie oder Unruhe, können bei akuten Verläufen dramatisch sein mit lebensbedrohlicher Herzinsuffizienz[1] und unbehandelt innerhalb weniger Stunden zum Tod führen. Neben der das Herz betreffenden Form wurde eine aphonische Form beschrieben sowie eine Form, die Meningitis-ähnliche Symptome zeigt.

    Alternativ dazu kann dir auch unser Zisano-Chip helfen. Einfach mit Hilfe eines kinesiologischen Tapes auf einen der entsprechenden Meridian-Punkte kleben und schon nach wenigen Minuten kannst du eine deutliche Verbesserung der Symptome wahrnehmen.