Schuleinstieg leicht(er) gemacht …
Die Sommerferien sind zu Ende und die Schüler und Schülerinnen starten ins nächste Schuljahr. Oder aber, es beginnt überhaupt etwas ganz Neues und Spannendes – nämlich für unsere Jüngsten, die den Kindergarten ab sofort hinter sich lassen.
Die Aufregung ist groß, und zwar bei der ganzen Familie. Die Schultüten sind prall gefüllt und meist höher als die Taferlklassler selbst. Erinnerungsfotos werden gemacht, Oma und Opa sind im besten Fall auch dabei, alle sind hübsch angezogen und verbunden wird dieser besondere Tag dann meistens noch mit einem gemeinsamen Mittagessen oder einer Jause.
Oft sitzen die Erwachsenen dann da und seufzen, dass jetzt für den jungen Sprössling der „Ernst des Lebens beginnt …!“
Ich persönlich mag diesen Spruch überhaupt nicht. Vielleicht, weil er damals bei mir immer so ein Gefühl der Angst ausgelöst hat – ein Gefühl der Unsicherheit. Ich meine, der Tag eines Kindergartenkindes ist chillig: Es wird gespielt, gebastelt, gemalt, gegessen, manchmal gestritten und gerauft und dann wird man wieder abgeholt.
Was bitte bedeutet für ein frischgebackenes Schulkind plötzlich das Wort „Ernst“? Man ist gerade einmal sechs Jahre auf der Welt und es soll der „Ernst des Lebens“ beginnen?
Und plötzlich beginnt der Schulstress
Spätestens wenn du als Elternteil dann die laaaange Liste mit den Schulbesorgungen in Händen hältst und damit im ersten Moment restlos überfordert bist, wird dir bewusst, was da jetzt auf dich zukommt – nämlich Stress pur!
Wenn du dann im Geschäft stehst und vergebens nach Hilfe suchst, beruhigt dich im besten Fall die Tatsache, dass du nicht alleine bist. Du entdeckst um dich herum viele verzweifelte und panisch herumlaufende Eltern, deren Kids sich sicherheitshalber in die Spielzeugabteilung „verzupft“ haben, weil es dort „cooler“ ist.
Für dich beginnt der Kampf um den letzten rosa Textmarker und du bist erstaunt darüber, wie viele verschiedene Heftarten es heutzutage gibt. Nix mehr mit nur „liniert oder kariert“ und „A4 oder A5“. Füllfedern gibt es nicht nur eine oder zwei, sondern hunderte – in allen Farben und Formen. Malkästen gibt es von mindestens sieben unterschiedlichen Herstellern und Radiergummis kannst du gar nicht zählen, weil so viele zur Verfügung stehen.
Nachdem du dann nach einigen gefühlten Stunden auf deiner Liste nicht alles, aber doch einiges abhaken kannst, wird dir die nächste Katastrophe bewusst: die „Menschenschlange“ an der Kassa. Doch auch das schaffst du!
Erleichtert, alles bezahlt und eingepackt – und jetzt schnell raus aus der „Hölle“! Davor aber bitte unbedingt noch das Kind aus der Spielzeugabteilung abholen und mitnehmen. 😉
… und wenn du jetzt denkst, das Schlimmste hast du hinter dir, dann muss ich dir diese Illusion leider rauben. Denn es steht dir noch das „Bücher einpacken“ bevor.
Ja genau: die selbstklebende Folie, die als Schutz auf jedes Buch – möglichst faltenfrei – geklebt werden muss und dann überall klebt, nur nicht auf dem Buch. Viel Spaß dabei. ;-))
10 Tipps für einen leichteren Schuleinstieg
Damit du als Mama oder Papa dennoch einen kühlen Kopf bewahrst, habe ich einige Tipps für dich, wie du den Schuleinstieg gemeinsam mit deinem Kind leichter bewerkstelligst.
- Nicht alles im letzten Moment erledigen.
Nimm dir unbedingt genügend Zeit, alles zu besorgen und vorzubereiten. Eventuell kannst du dir sogar ein paar Tage Urlaub für die erste Schulwoche nehmen. - Wichtige Dinge schon in den Sommerferien besorgen.
Turnsachen, Schultasche, Federpenal, Trinkflasche, Jausenbox und Hauspatschen können eventuell schon vor Schulbeginn gekauft werden. Somit bleiben dir zumindest diese Dinge in der ersten Schulwoche erspart. - Einen festen Platz für Schulunterlagen schaffen.
Mach dir daheim eine Lade frei oder lege dir zumindest einen eigenen Ordner mit all den Infos an, die du von der Schule erhältst. So bleibt dir ständiges Suchen erspart und du hast immer alles schnell bei der Hand. - Den Schulweg gemeinsam üben.
Gehe bereits in den Sommerferien mit deinem Kind den Weg von daheim zur Schule immer wieder zu Fuß – sofern dies möglich ist. Alternativ könnt ihr die Strecke gemeinsam mit dem Fahrrad, Bus oder der Bahn fahren. - Abends genügend gemeinsame Zeit einplanen.
Nehmt euer Abendessen rechtzeitig ein, sodass dein Kind nicht mit vollem Magen ins Bett muss. Am Abend soll unbedingt noch Zeit sein, über den Tag in der Schule zu plaudern. - Strukturen und Rituale einführen.
Somit weiß dein Kind immer, was als Nächstes geschieht. Zum Beispiel: Nach dem Heimkommen werden Jausenbox und Trinkflasche in die Küche gestellt, das Mitteilungsheft kommt auf den Tisch, danach gibt es gemeinsames Mittagessen, eventuell eine kurze Pause und anschließend wird die Hausübung gemacht. So bleibt danach noch genügend Zeit zum Spielen. - Gib deinem Kind Zeit.
Wenn es nicht in die Schule möchte, dann motiviere es. Wenn es sich alleine fühlt, darf das geliebte Stofftier vielleicht mit in die Klasse. Es ist eine große Umstellung und es wird eine Zeit lang dauern, bis alles so funktioniert, wie es funktionieren soll. - Schultermine übersichtlich eintragen.
Notiere dir wichtige Termine in deinem Kalender am besten mit einer eigenen Farbe. So siehst du auf einen Blick, was wann die Schule betrifft. Besonders bei mehreren Schulkindern hilft das dabei, den Überblick zu behalten. - Das Wichtigste nicht vergessen: dein Kind.
Bei all dem Stress, der Umstellung, den Terminen und Besorgungen sollte immer genügend Raum für Gespräche bleiben. Sprich mit deinem Kind über Ängste, Sorgen, Wohlbefinden und seine Erlebnisse. - Urlaubsplanung frühzeitig bedenken.
Die Schule gibt nun vor, wann ihr euren Familienurlaub planen könnt. Ab sofort muss die Planung nicht nur mit euren Arbeitskollegen und Kolleginnen abgestimmt werden, sondern auch mit den Schulferien. Daher empfiehlt es sich, rechtzeitig zu planen und Unterkünfte frühzeitig zu buchen.
Ein neuer Lebensabschnitt für die ganze Familie
Ganz wichtig ist es abschließend zu erwähnen, dass anfängliche Anlaufschwierigkeiten absolut kein Grund zur Sorge sind. Es wird Streitereien geben, es wird Tränen geben, es wird Wut und Verzweiflung dabei sein.
Ein neuer Lebensabschnitt beginnt für euch alle – aber es ist ein wichtiger und schöner Abschnitt, den ihr als Familie gemeinsam meistern werdet.
Für mehr Ausgeglichenheit, bessere Konzentration in der Schule und Ruhe vor Schularbeiten und Tests, aber auch bei diversen Ängsten, hat sich übrigens unser Powerband schon bei vielen Schülern und Schülerinnen bestens bewährt.
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Autorin: Yvonne Brecka
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